Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte gekürzt, zum Teil an Hand von Auszügen aus der  Chronik, Auflistung der Spartenarbeit und des geschäftsführenden Vorstandes.

 

Das Vereinsmotto lt. Chronik:

Geschlechter kommen, Geschlechter gehen, unser Schützenverein

darf nie untergehen.

 

Am 23. August 1952 wurden von Fritz Kobbe alle Freunde des Schießsports zwecks Gründung eines Schützenvereins in die Gaststätte „Zum alten Kanal“ eingeladen. 32 Interessenten fanden sich ein, davon erklärten sich 28 zum Beitritt bereit. Unter Leitung von Fritz Kobbe wurde die Wahl des 1. und 2. Vorsitzenden sowie des Schatzmeisters und 1. Schriftführers vorgenommen. Der Aufnahmebetrag wurde auf eine Höhe von 3,- DM und der monatliche Beitrag auf 1,- DM festgesetzt.

Am 14. September 1952 wurden in der Versammlung im Lokal “Café Steindamm“ folgende Vorstandsmitglieder bestätigt:

 

1. Vorsitzender                    Willi Finke

2. Vorsitzender                    Friedrich Meyerhoff

1. Schriftführer                    Wilhelm Stolte

1. Schatzmeister                 Wilhelm Länge

 

Der 1. Vorsitzende übernahm die Leitung der Versammlung und stellte folgende Schützenbrüder zur Wahl: als Kommandeur Alfred Vespermann, als stellvertretenden Kommandeur Friedrich Meyerhoff, als Ehrenmajor Fritz Kobbe, als Oberleutnant August Linneweh, als 1. Schießmeister Karl Hofmann und als 2. Schießmeister Hermann Wolff. Sämtlich Vorgeschlagene wurden einstimmig gewählt und bestätigt.

 

Die Versammlung einigte sich für die Aufnahme des Schießsportes und Ausschießen des 1. Schützenkönigs und Vizekönigs auf den 12. Oktober 1952. In dieser Versammlung meldeten sich 14 Personen zur Neuaufnahme, so dass der Verein 42 Mitglieder zählte. Zum Königsschießen am 12. Oktober waren sämtliche Mitglieder erschienen. Die Bedingung war: 1 Schuss stehend

freihändig.

 

Aus diesem Schießen gingen als beste Schützen und somit als Könige hervor:

 

Friedrich Meyerhoff – Hauptkönig – mit dem Beinamen „Friedrich der Erste“

 und Alfred Vespermann – Vizekönig – mit dem Beinamen „Alfred der Gutmütige“

 

Nach einem großen Festumzug, an dem sich die Wietzenbrucher Bevölkerung rege und mit Begeisterung beteiligte, wurden die Königsscheiben an den Residenzen angebracht. Anschließend fand ein großer Festball im „Café Steindamm“ statt.

Am 20. April 1953 wurde in der Gaststätte „Alter Kanal“ eine Versammlung zwecks Gestaltung unseres 1. Schützenfestes und der Fahnenweihe anberaumt. Festgelegt wurde, dass jedes Jahr am ersten Sonntag im Juli unser Schützenfest stattfinden soll. Von der Stadt Celle wurde uns hierfür auf 10 Jahre der herrliche Rasenplatz am „Alten Kanal“ unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Durch die Fahnenweihe wurde das Schützenfest unter Mitwirkung vieler Vereine aus Stadt und Land zu einem großen Erfolg. Herr Oberstadtdirektor Dr. Krohn würdigte in seiner Ansprache die Tatkraft unseres jungen Vereins und übergab einen

namhaften Geldbetrag zur Förderung des Schießsports. Herr Stadtbaurat Wilkens, Hauptschaffer der Vereinigten Celler Schützengesellschaften, nahm die Fahnenweihe vor. Anschließend fand ein großer Festumzug durch ganz Wietzenbruch statt.

Nach dem Umzug  war der Bevölkerung durch ein großes Festzelt von über 1.200 qm und 17 Schaustellern  reichlich Gelegenheit gegeben, ihren Vergnügungen nachzugehen. Sechs Tage lang stand der Stadtteil Wietzenbruch unter dem Motto

„Jubel, Trubel, Heiterkeit“. Von dem, was unser Schützenplatz bot, machten Alt und Jung reichlich Gebrauch.

Am 3. Schützenfesttag wurden die neuen Könige ausgeschossen. Die Bedingung war: 3 Schuss Kleinkaliber sitzend aufgelegt auf 10er Ringscheibe.

Bester Schütze und somit König für das Jahr 1953/54 wurde Fritz Gronholz mit 30 Ring.

Um 19.00 Uhr fand die Königsproklamation statt und anschließend das Anbringen der Königsscheibe am Hause „Seiner Majestät“.

Am gleichen Tage wurde den circa 600 bis 700 Kindern vom Stadtteil Wietzenbruch mit Milch, Kuchen, Süßigkeiten und mit Freifahrten für alle Fahrgeschäfte eine Freude bereitet.

Damit wir Schützenbrüder nach all den anstrengenden Tagen einige gemütliche Stunden mit unseren Frauen verleben konnten, wurde am Mittwoch ein Festessen mit anschließendem geschlossenen Ball veranstaltet. Nach dem Essen wurde der Heringskönig ausgeschossen. Bedingung: 1 Schuss stehend freihändig mit Luftbüchse auf 10er Ringscheibe. Schlechtester Schütze und somit Heringskönig war Wilhelm Länge. Die letzten beiden Tage, Sonnabend und Sonntag, wurden besonders stark besucht, so dass unser erstes Schützenfest auch kassenmäßig ein voller Erfolg war.

 

In der Generalversammlung am 24. Januar 1954 im Lokal „Cafe Steindamm“ wurde vom 1. Vorsitzenden der Schießstandbau vorgeschlagen, um das Schießen nicht nur für Luftbüchse, sondern auch für Kleinkaliber usw. zu fördern. Einstimmig wurde

der Bau einer Schießanlage von drei Ständen mit Schießhalle genehmigt.

Das Grundstück für die Schießanlage wurde vom Bauern Eitel Thomas auf 50 Jahre mit Vorkaufsrecht gepachtet und die jährliche Pacht auf 20 Jahre im Voraus in Höhe von jährlich 25,--DM bezahlt. Jeder Schützenbruder leistete einen Pflichtanteil von 10,- DM und 50 Arbeitsstunden oder für jede nicht geleistete Arbeitsstunde 1,- DM.

Am 13. März 1954 wurde mit dem Schießstandbau begonnen.

Die Hambührener Schützenbrüder stifteten uns als Nachbarverein hierfür das gesamte Bauholz. Durch die tatkräftige Unterstützung aller Schützenbrüder war es uns möglich, den Schießstandbetrieb noch vor unserem Schützenfest

aufzunehmen und den neuen König auf eigenen Schießständen auszuschießen.

In der Versammlung am 11. Juni 1954 wurden vom Kommandeur zum Leutnant befördert: Karl Rost - Zugführer - und  Ernst Kobbe - Adjutant -.

 

In der Versammlung am 12. August 1955 im  Lokal  "Alten Kanal" wurde einstimmig die Schießstandeinweihung auf den

17. September 1955 festgelegt.

Am 21. Januar 1956 fand die Generalversammlung im Lokal "Alter  Kanal" statt. Unter der Leitung von Karl Knabe wurde der gesamte Vorstand sowie das Offizierskorps neu gewählt; die Wahlen wurden geheim durchgeführt. Mit einer Gegenstimme wurde der 1. Vorsitzende Willi Finke wiedergewählt.

 

Mit Stimmenmehrheit wurden gewählt zum:

 

Schatzmeister                     Wilhelm Länge

1. Schriftführer                    Jakob Bauer

2. Vorsitzender                    Friedrich Meyerhoff

Oberschießmeister              Karl Hofmann (ehrenhalber)

Oberschießmeister              Wilhelm Fischer

2. Schriftführer                    Fritz Oevermann

2. Schatzmeiseter               Fritz Gronholz

 

Schießmeister                     Hermann Wolff

Schießmeister                     Hans Hille

Schießmeister                     Franz Jokiel

Schießmeister                     Max Streit

Schießmeister                     Karl Denecke

Waffenwart                          Walter Pirsich

Kassenprüfer                        Fritz Oevermann

 

Der 1. Vorsitzende übernahm die Wahl des Offizierskorps. Einstimmig wurden wieder gewählt:

 

Kommandeur und Oberst                 Alfred Vespermann

stellvertretender Kommandeur

und Oberstleutnant                          Friedrich Meyerhoff

Major ehrenhalber                             Fritz Kobbe         

Major                                                 August Linneweh

Zugführer und Hauptmann               Karl Rost             

Oberleutnant                                    Karl Hofmann                   

Adjutant und Oberleutnant               Ernst Kobbe        

 

Auf der Versammlung am 26. Mai 1956 wurden u.a. Karl Rost zum 1. Schriftführer und Werner Meyerhof zum Jugendleiter gewählt.

 

Auf Vorschlag wurde der Fahnenträger Hermann Blumenthal ins Offizierskorps übernommen und zum Leutnant gewählt.

Auf der Generalversammlung am 18. Januar 1958 im Gasthaus „Alter Kanal“ legte der 1. Schriftführer Karl Rost sein Amt nieder; als dessen Nachfolger wurde Otto Diener einstimmig gewählt.

 

Auf Einladung des 2. Vorsitzenden Friedrich Meyerhoff wurde zum 23. Oktober 1959 eine außerordentliche Hauptversammlung im "Alten Kanal" anberaumt; der Grund war der Rücktritt des bisherigen Vorstandes. Nach Verlesen von zwei Briefen an den 2. Vorsitzenden, worin die Gründe für die Niederlegung der Ämter begründet wurden, entstand eine längere Debatte, die mit aller Sachlichkeit geführt wurde. Schützenbruder Paul Weber fungierte sodann vorzüglich als Wahlleiter.

Es wurden gewählt:

 

1. Vorsitzender                    Wilhelm Fischer

Schatzmeister                     Karl Rost

Schriftführer                        Heinz Hahne

2. Schatzmeister                 Ernst Kobbe

2. Schriftführer                    Bodo Meyer

 

Das Amt des Oberschießmeisters soll vom Vorsitzenden nebenbei weitergeführt werden. Der neue 1. Vorsitzende stellte die Bedingung, dass in der Generalversammlung im Januar 1960 eine Neuwahl des gesamten Vorstandes nochmals vorgenommen werden sollte, auch weil zu diesem Zeitpunkt sowieso Neuwahlen erforderlich seien. Gleichzeitig wurde der Wunsch

ausgesprochen, dass dann auch der zurückgetretene Vorstand anwesend sei.

 

Das ereignisreiche Jahr 1959 wurde mit einem Rundschreiben an alle Mitglieder und dem Wahlspruch für 1960

 

"FEST UND TREU ZUSAMMENSTEHEN"

 

beschlossen.

 

 

Gut besucht war die am 16. Januar 1960 angesetzte Generalversammlung. Selten war eine Versammlung in ihren Beschlüssen so einmütig. Die Neuwahlen zum Vorstand wurden fast alle einstimmig vorgenommen.

 

Am 17. Februar 1984 trat ein Wechsel in der Vereinsführung ein, da bei der Generalversammlung im "Alten Kanal" der bisherige  1. Vorsitzende Wilhelm Fischer nicht wieder kandidierte.

 

Unter der Leitung von Wilhelm Fischer wurde der gesamte Vorstand neu gewählt; ihm zur Seite standen als Helfer: Max Künstler, Ernst Kobbe und Cornelia Busch.

 

Der geschäftsführende Vorstand wurde in geheimer Wahl gewählt und brachte folgendes Ergebnis:

 

1. Vorsitzender                    Gerhard Franken

2. Vorsitzender                    Horst Gimmel

1. Schatzmeister                Gerald Schewe

1. Schriftführerin                 Edeltraut Schur

Schießsportleiter                Adolf Dörlitz

 

Die Wahlen zum erweiterten Vorstand fanden offen durch Handzeichen statt und fielen wie folgt aus:

 

2. Schatzmeister                 Herbert Strauß

2. Schriftführer                    Hermann Strube

Oberschaffer                        Klaus-Eckehardt Schmidt

Schafferrat-Blockwahl        Gisela Zittlau, Ilse Dörlitz, Joachim Seifert, Gerhard Mues, Gunda Zodrow und Dorothea Hoffmann

Offizierskorps-Blockwahl    Ernst Kobbe, Albert Kusel, Herbert Strauß, Günter Zittlau, Heinz Hahne, Walter Schumacher,                         Herbert Walter, Günter Meyerhoff und Kurt Felgentreu

Schießmeister-Blockwahl   Kurt Felgentreu, Lothar Dörlitz, Klaus-Eckehardt Schmidt, Nora Felgentreu, Dorothea Hoffmann,                   Heinz Schröder, Margrit Schmidt, Ulla Seeler, Herta Voß und Harald Levermann

Damenleiterin                      Margrit Schmidt

Jugendleiter                        Klaus-Eckehardt Schmidt

Schießstandwarte              Otto Krüger, Günter Meyerhoff und Willi Linneweh

Spielmannszugführer          Albert Kusel

Bezirkskassierer                 Ernst Kobbe und Herbert Strauß

Kassenprüfer                       Cornelia Busch und Otto Tipp

Ehrenrat-Blockwahl            Gerhard Franken, Fritz Gronholz, Herbert Walter, Günter Zittlau und Hilde Schumacher

Waffenwart                         Adolf Dörlitz

Fahnenträger/Begleiter      Günter Zittlau, Fritz Gronholz und Gerhard Mues

Kanoniere                            Kurt Sucker und Erich Schiemann

 

Wilhelm Fischer überreichte dem neuen Vorsitzenden Gerhard Franken als äußeres Symbol der Übergabe der Geschäfte die Tischglocke. Auf Vorschlag von Gerhard Franken wurde Wilhelm Fischer von der Versammlung einstimmig zum

Ehrenvorsitzenden gewählt.

Der neue Vorstand nahm umgehend die Arbeit auf. Als erstes großes Thema stand eine Schießstanderweiterung ins Haus; es sollte eine neue, moderne und wettkampfgerechte Schießsportanlage werden. Wovon bereits die Gründer im Jahre 1952 träumten, sollte nun Realität werden.

In der Versammlung am 23. Januar 1987 im "Café Urban" wurde nach zum Teil leidenschaftlichen und trotzdem sachbezogenen Diskussionen, wobei natürlich auch das liebe Geld und die Finanzierung breiten Raum einnahmen, fast einstimmig entschieden:

 

"Es wird gebaut!"

 

 

Daten über den Sportstättenbau:

  

Bauträger: Schützenverein e.V. Celle-Wietzenbruch

 

1985 - 1987 Verhandlung über die Erbbaupacht mit der Stadt Celle

1987 - 01.1989 Bauplanung und Vorbereitung

16.12.1988 Teilbaugenehmigung der Stadt Celle

13.04.1989 Baugenehmigung der Stadt Celle

21.01.1989 "Erster Spatenstich"

11.02.1989 "Grundsteinlegung"

12.08.1989 "Richtfest"

27.09.1990 Inbetriebnahme der LG-Stände

17.05.1992 Inbetriebnahme der KK-Anlage

 

 

Finanzierung:

Finanzierungsplan 1988                   427.898,- DM

Schlussabrechnung 13.05.1992      539.240,- DM

Mehraufwendungen                           111.342,- DM

Wert der Sportstätte                        539.240,- DM

 

 

Arbeitsleistung einschließlich Finanzmittelaufwendung des Vereins:

Arbeitsstunden 16.969 x 15              254.535,- DM

Maschinenstunden 281 x 50               14.050,- DM

Eigene Finanzmittel/Spenden           158.655,- DM

Zuschüsse insgesamt                        112.000,- DM

Aufwendungen/Zuschüsse/Verein     539.240,- DM

 

Zum ersten Mal in der Geschichte der Wietzenbrucher Schützen wurde das Schützenfest nicht im Zelt gefeiert, sondern im eigenen Haus. Der erste Vorsitzende Gerhard Franken konnte beim Königsessen den Stolz über die neue Errungenschaft nicht leugnen. „Wir mussten weder Kredit aufnehmen noch die Mitglieder zu Zwangsarbeiten verpflichten“, wies er auf die vielen helfenden Hände hin, die an der, wie es augenzwinkernd hieß, „Union von Wietzenbruch“ mitgearbeitet haben.

 

Am 22. August 1992 sollte das neue Schützenheim offiziell eingeweiht werden, doch die neue Schießsportanlage war schon in Betrieb, als die neuen Könige ausgeschossen wurden.

 

Der Schützenverein e.V. Celle-Wietzenbruch ist einer der tragenden und prägenden Vereine des Ortsteils Wietzenbruch.

Schießsport wird z. Zt. noch immer in sechs Gruppen durchgeführt.

Diese sind:

die Damenschießgruppe

die Schützengruppe

die Traditionsschützen (ehemals Sonntagsschützen)

die Freihandgruppe

die Jugendgruppe                               (12 - 18jährige)

die Wichtelgruppe                              (6 - 12jährige)

 

Darüber hinaus verfügt der Schützenverein e.V. Celle-Wietzenbruch über den vereinseigenen Spielmannszug.

Die großzügig ausgelegte Sportstätte des Vereins verfügt über zwölf Luftgewehr-/Luftpistolenbahnen, fünf

KK-Sportpistolenbahnen 25 m und vier KK-Gewehrbahnen 50 m.

 

Der Schützenverein e.V. Celle-Wietzenbruch ist Mitglied in den nachstehenden Fachverbänden:

 

- Deutscher Schützenbund

- Niedersächsischer Sportschützenverband e.V.

- Kreisschützenverband Celle Stadt und Land e.V.

- Landessportbund Niedersachsen

- Kreissportbund Celle

 

Er ist gemeinnützig im Sinne des Gesetzes.

 

Spielmannszug

Am Anfang steht wie so oft nur eine Idee: Einen Spielmannszug gründen, ja oder nein! Es war beim Heringsessen am 04.07.1956. Willi Becker war König, als man beschloss, diese Idee umzusetzen. Der Anfang war getan, der Spielmannszug war ins Leben gerufen und wurde inoffiziell vom 04.07. bis  01.08.1956 mit sieben Spielleuten aufgebaut. Der erste Auftritt fand am 01. September bei der sogenannten „Queen Fete“ in der Gaststätte Schnarr statt. Queen Mary wurde die Frau von Willi Becker genannt. Bei diesem Auftritt bestand der Zug bereits aus neun Spielfreunden. Der zweite Auftritt erfolgte am 26. September 1956, es war Queen Marys Geburtstag, und von Willi Becker wurden eine Trommel und zwei Flöten gestiftet. 

Am 15.09.1956 wird der Spielmannszug bei der Hauptversammlung offiziell ins Leben gerufen. An diesem Abend werden von den Schützen drei Trommeln und zwei Flöten gestiftet und Geldspenden für den Tambourstab überreicht. Für die Leitung des Zuges ist zunächst Kalle Koop vorgesehen, doch ab 1957 einigt man sich auf Albert Kusel. Um den Spielmannszug weiter auszurüsten, werden vom Schützenverein weitere Flöten sowie Leder für das Koppelzeug gekauft. Die Verarbeitung des Leders übernahm Louis Seeler, genannt „Teddy“. Drei Trommeln werden von den Spielleuten noch selbst erworben.

Der erste Auftritt in der Öffentlichkeit findet in Altencelle statt.

Im selben Jahr konnte der Spielmannszug erstmals beim Wietzenbrucher Schützenfest aufmarschieren.  Bei diesem Schützenfest entstand auch die noch heute bestehende Freundschaft zum Schützencorps Neuenhäusen. Nun waren die ersten Kontakte geknüpft und es entwickelte sich ein schneller Aufschwung, so dass im Jahre 59 weitere Instrumente wie Pauke, Becken und eine Lyra angeschafft werden konnten.

Nach fast 30jähriger Spielmannszugleitung von Albert Kusel übernahm Marina Konrad 1986 die Leitung des Zuges. 1991 wechselte die Führung an Holger Strauß. Es fing an innerhalb des Spielmannszuges zu kriseln, Holger Strauß stellte 1993 sein Amt wieder zur Verfügung. Ab diesem Zeitpunkt drohte der Zug auseinander zu brechen und nur der Initiative einer Handvoll Spielleuten und einigen Mitgliedern unserer Schützenfamilie ist es zu verdanken, dass der Spielmannszug heute noch existiert.

 

Jugendgruppe 

Die Jugendgruppe wurde in der Versammlung am 14.05.54 gegründet. Als erster Jugendleiter fungierte Jacob Bauer. Der erste Jugendkönig im Jahre 1954 hieß Rüdiger "der Erste". Ende der 60er Jahre kamen zu der bis dahin rein männlichen Gruppe  weibliche Jugendliche hinzu. Als erste Mädchenbeste im Jahre 1970 proklamierte man Monika Fiesel.

 In den Anfängen wurden die Disziplinen Luftgewehr und KK-Sportgewehr geschossen. Im Laufe der

Jahre erweiterte sich das Sportangebot auf die Waffenarten Luftpistole und KK-Sportpistole. Es werden alle Anschlagarten angeboten.

Neben dem sogenannten „Trainingsdrill“ werden im Laufe des Jahres mehrere Pokalschießen durchgeführt. Kurzfristige Tagesausflüge sowie eine mehrtägige Jugendfreizeit gehören zum festen Bestandteil der Jugendgruppe.

 

Damengruppe

Am 1. Mai 1962 wurde offiziell die Damenschießsportgruppe gegründet. Das Schießen lernte man von Karl Rost, Herbert Fiesel und Hansi Mönnich. Leicht  wurde es den Schützinnen anfangs nicht gemacht. Sie mussten sich gegen die Schützen durchsetzen, was ihnen im Laufe der folgenden Jahre durch gute Leistungen gelang. Oft waren sie besser als die Männer und erreichten hervorragende Ergebnisse bei Rundenwettkämpfen, Kreismeisterschaften und auf Landesebene. Kreisköniginnen, Prinzessinnen, Alterskreisköniginnen und –prinzessinnen zeigten in der Vergangenheit, wie gut die Damenschießgruppe geleitet und ausgebildet wurde. Als erste Damenleiterin (früher Damensprecherin genannt) fungierte Ulla Seeler bis zum Jahre 1976. Nicht nur zum Schießen animierte sie, auch eine Tanzgruppe rief sie ins Leben.

Freihandgruppe

Schon in seiner Funktion als Jugendleiter erkannte der Schützenbruder Lothar Dörlitz das Problem, vor dem Jugendliche beim Eintritt in das Berufsleben  oder beim  altersbedingten Wechsel in die Damen- bzw. Schützengruppe standen. Die Jugendlichen
mussten zur weiteren Ausübung ihres Sports die vertraute Gruppe, die sie über viele Jahre mitgeprägt hatten und in der sie Freunde  und Freundinnen fanden, spätestens mit dem 21. Lebensjahr verlassen. Nun mussten sie sich nach Geschlechtern getrennt in die Gemeinschaften der Damen und Schützen neu integrieren. So war es nicht selten, dass  Jugendliche  diese für sie so hoch empfundene Hürde des Wechsels scheuten und den Verein verließen.

Um diesem entgegenzuwirken und den Jugendlichen einen gleitenden Wechsel zu ermöglichen, aber auch um Eheleuten oder Paaren des Vereins einen gemeinsamen Übungsabend anbieten zu können, wurde am 04.08.1978 unter der Leitung von Lothar

Dörlitz die Freihandgruppe gegründet. Diese Sparte erhielt ihre eigenen Übungszeiten an jedem ersten und dritten Freitag im Monat. Mit der Einwilligung des Jugendleiters dürfen Jugendliche ab dem 18. Lebensjahr an den Schießabenden der Freihandgruppe   teilnehmen.

 

Sonntagsschützen / Traditionsschützen

Als im Frühsommer des Jahres 1985 auf Grund mangelnder Auslastung des Kleinkaliberschießstandes und nicht zuletzt nach Ankauf von drei hochmodernen KK-Gewehren der seit einem Jahr im Amt des 1. Vorsitzenden agierende Gerhard Franken die Idee vortrug, ein sogenanntes “Sonntagsschießen“ einzuführen, wurde er von vielen Mitgliedern milde belächelt. “Eintagsfliegenmentalität“, „neue Besen kehren gut“ und ähnliche Attribute wurden bemüht. Wenige glaubten an eine dauerhafte Schießsportidee.

Heute können die “Sonntagsschützen“, die sich inzwischen treffenderweise in "Traditionsschützen" umgetauft haben, auf eine Tradition zurückblicken, auf die “Die Grufties“, wie sie oft, nicht spöttisch, sondern anerkennend, genannt werden, stolz sind.

 

Wichtel

Im Herbst 1992 wurde bei einer Versammlung der Vorschlag gemacht, eine Schießgruppe für Kinder zu gründen. Den Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren sollte die Möglichkeit gegeben werden, mit einem Lichtpunktgewehr zu schießen.

Nach  Beschluss dieses Vorschlages durch die Vereinsmitglieder wurden auch schnell Leiter für diese Gruppe gefunden und Lichtpunktgewehre angeschafft.

Die Gruppe wurde Wichtelgruppe genannt. Im Januar 1993 fingen etwa zehn Kinder unter der Leitung von Martina Mosig und Petra Hoffmann an zu schießen.